Eine Gruppe aus fünf Staaten hat die Operation "Odyssey Dawn" gestartet: Frankreich, Großbritannien, die USA, Kanada und Italien. Zum erweiterten Kreis dieser neuen "Koalition der Willigen" gehören auch Spanien, Dänemark, Norwegen, das neutrale Schweden, Belgien, die Niederlande, Deutschland, Griechenland sowie die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar und die Türkei. Sie alle haben einen Beitrag für die Militäraktion zugesagt oder bereits Soldaten und Gerätschaften in die Krisenregion geschickt.

Die Nato arbeitete am Wochenende weiter an einem Konsens unter den 28 Mitgliedsländern der Allianz. Was am Sonntag noch fehlte, war ein ausformuliertes politisches Mandat für einen Libyen-Einsatz. Das wollten die Nato-Botschafter sobald als möglich beschließen.

Im Gegensatz zur losen Staatenallianz oben, will der Nordatlantikpakt nur die von der Uno vorgesehene Flugverbotszone durchsetzen, Luftschläge gegen Bodentruppen Gaddafis sind dagegen nicht vorgesehen. Die Allianz hatte bisher eine Reihe von Awacs-Flugzeugen rund um die Uhr zur Überwachung des Luftraums über Libyen im Einsatz. Zudem entsandte die Nato kürzlich Kriegsschiffe in die Region.

Die UN-Resolution 1973 sieht explizit vor, dass auch einzelne Staaten militärisch in Libyen eingreifen können. (red/DER STANDARD, Printausgabe, 21.3.2011)