In einem "Offenen Brief" kritisieren die ÖBB die Berichterstattung der "Presse" über die Bestellung von Birgit Wagner. Die Immobilienmanagerin ist gemeinsam mit Georg Lauber ab April für den Personenverkehr zuständig (mehr dazu hier).

Konkret geht es um ein Porträt, darin ist die Rede davon, dass Wagner ein "Naheverhältnis" zu Eisenbahner-Gewerkschafter Wilhelm Haberzettl haben soll, "was nun sicherlich nicht von Schaden ist". Dieser Artikel sei "grob untergriffig, frauenfeindlich und insinuierend. Was wollen Sie Ihren Lesern und vor allem Leserinnen eigentlich sagen? Dass Frauen nur etwas werden können wenn sie ein 'Naheverhältnis' zu einem Mann haben?", wirft ÖBB-Kommunikationschefin Kristin Hanusch-Linser der "Presse"-Autorin vor, "überkommene Vorurteile" weiterzuschreiben. Wagner sei aufgrund ihrer Qualifikationen die beste Wahl für den Job.

Die Zeitung weist die ÖBB-Kritik zurück: "Die Presse" berichte über Postenbesetzungen im staatsnahen Bereich immer auch "mit Blick auf politische Netzwerke und persönliche Naheverhältnisse, völlig unabhängig davon, ob Frauen oder Männer zum Zug kommen". In diesem Kontext sei auch das "Porträt des Tages" über Wagner zu sehen, heißt es in der Stellungnahme. (APA)