Wien - Der Ölpreis hat am frühen Mittwochnachmittag etwas tiefer gegenüber dem Vortag tendiert. Gegen 14 Uhr kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Ölsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Mai 104,43 Dollar und damit 0,34 Prozent weniger als am Dienstag. Der Future auf ein Barrel der Nordseesorte Brent wurde mit 114,83 Dollar gehandelt.

Die US-Lagerdaten dürften Marktteilnehmern zufolge im Fokus am Ölmarkt stehen. So hat das American Petroleum Institute in der abgelaufenen Woche eine Zunahme der Öllagerbestände um 5,7 Mio. Barrel verzeichnet. Gleichzeitig ist die Benzinnachfrage in den Vereinigten Staaten zurückgegangen, berichtet die Commerzbank. Offenbar dürften die hohen Benzinpreise Spuren in der Nachfrage hinterlassen haben, so die Analysten.

Das Gold-Vormittagsfixing in London lag bei 1.419,00 Dollar und damit gut behauptet zum Dienstagvormittags-Fixing von 1.414,00 Dollar. Silber konnte indessen um nahezu zweieinhalb Prozent dazugewinnen. Das auf Edelmetalle spezialisierte Forschungsinstitut GFMS hat für die industrielle Nachfrage nach Silber einen sehr robusten Ausblick bis 2015 veröffentlicht, schreiben die Commerzbank-Experten. Demnach soll die Nachfrage bis dahin um 37 Prozent auf 666 Mio. Unzen pro Jahr steigen. Zahlreiche neue Entwicklungen aus den Bereichen Medizin, Wasserreinigung und Hygiene sollen demnach Silber benötigen.

Im Agrarsektor dürften sich die Blicke der Anleger aktuell auf den weltgrößten Kakaoproduzenten Elfenbeinküste richten. Die Commerzbank berichtet von Konflikten zwischen dem amtierenden Präsidenten Ggagbo und seinem Kontrahenten Ouattara, dessen Anhänger sich die Kontrolle über die Hälfte der Anbauregionen des Landes gesichert haben. Ouattara wurde international als Wahlsieger anerkannt, womit durch die neuesten Entwicklungen die Hoffnung auf eine baldige Wiederaufnahme der Kakaolieferungen aus dem Land steigen. Dies hatte den Kakaopreis am Dienstag noch um fast sechs Prozent nach unten gedrückt. (APA)