Der Ton wird rauer zwischen "Kurier" und "Österreich". Dienstag berichtete der "Kurier", "Österreich" habe Doris Golpashin und Klaus Eberhartinger unfreiwillig alsTestimonials der Zeitung verwendet.

Unter der Überschrift "Ich liebe Österreich" erschien am Sonntag das Bild von Doris Golpashin mit einer Zeitung in der Hand. Laut ihrem Management habe die ORF-Moderatorin von ihrem "Engagement" nichts gewusst, schreibt der "Kurier". Die Aufnahmen seien "im Jänner im Beisein von Mitarbeitern der ORF-Pressestelle entstanden und sollten ausschließlich der Bewerbung des 'Helden von morgen'-Finales dienen", schreibt der "Kurier". Die Anzeige dürfe nicht mehr verwendet werden.

Oliver Voigt, neuer Geschäftsführer von "Österreich", weist das zurück: Die bei der Kampagne gezeigten Stars hätten "natürlich eigenwilligt". Bei Golpashin habe man auf ihre Moderation der "Kurier"-Romyverleihung "Rücksicht genommen" und verzichte vorerst nach einmaliger Schaltung auf dieses Sujet.  Klaus Eberhartinger etwa sei erst vor wenigen Tagen zum Shooting der Kampagne bei "Österreich" gewesen, sagt Voigt auf Anfrage von etat.at.

"Österreich" prüft rechtliche Schritte

Voigt vermutet hinter dem "Kurier"-Artikel eine andere Causa: "Österreich" habe eine Urteilsveröffentlichung auf Seite 1 des "Kurier" durchgesetzt, weil der eine Story zu Unrecht als exklusiv bezeichnet habe. Auf Seite 1 der Abendausgabe des "Kurier" für Mittwoch steht noch keine solche Veröffentlichung.

Donnerstag war's dann so weit. Unter dem Werbemantel hätten wir die Mitteilung über den Vergleich beinahe übersehen: Der "Kurier" verpflichtet sich zu behaupten, "er würde ,exklusiv' oder als ,Erster' über politische Vorhaben, insbesondere über das Transferkonto, womit die ÖVP alle Sozialleistungen transparent machen möchte berichten".

Das nächste Verfahren "Österreich" gegen "Kurier" könnte sich auf die Testimonialstory beziehen: Voigt sagt, er will Schadenersatzforderungen deshalb "prüfen".

Aber erst watscht "Österreich" einmal Doris Golpashin mit einem Seitenaufmacher: "Trotz Sex: Flop für Golpashin". Das von ihr präsentierte Magazin "Direkt" sahen nach 179.000 nun 183.000. Ein klarer Abwärtstrend, oder? Und: Weit weniger als der "Report". Sowas. (red)