"Was Strasser gemacht hat ist unanständig und nicht verständlich, auch nicht der Öffentlichkeit. Hier sind klare Schritte notwendig", sagt Günther Platter, stellvertretender ÖVP-Bundesparteiobmann und Tirols Landeshauptmann, im Ö1-Morgenjournal. Die ÖVP sei "eine saubere Partei". Er kämpfe darum, dass dieses Bild auch in der Öffentlichkeit so gegeben sei.

Auf die Frage, was die Verantwortlichen in der Bundespartei falsch machen, verweist er auf die SPÖ, in der es "wesentlich größere Skandale gab, die nicht berücksichtigt wurden". Josef Pröll stärke er den Rücken, denn der bemühe sich "immens darum, dass in diesem Land etwas weitergebracht wird". Angesprochen auf den Fehler, Ernst Strasser als Delegationsleiter nach Brüssel zu schicken, meinte Platter: "Im Nachhinein ist leicht reden. Die Kirche muss im Dorf bleiben".

Die Koalition SPÖ und ÖVP müsse an einen Strang ziehen. Gemeinsam müsse man versuchen, alle Themen über eine Bühne zu bringen, sonst profitiere nur die FPÖ. Die SPÖ möge ihre Blockade aufgeben und ihre Verantwortungsbereiche Bildung und Bundesheer "endlich einmal erledigen." (red/derStandard.at, 30. März 2011)