Der digitale Satellitenmarkt baut weiter aus. Neben gestiegener Reichweite und stabilen Marktanteilen gibt es vor allem im HD-Bereich steigende Angebote, die per Sat empfangen werden können, wie der aktuelle "Satelliten Monitor" des Sat-Betreibers Astra zeigt. Von 2004 bis heuer stieg die Zahl der hochauflösenden Sendeangebote in Europa von drei auf 250, allein 29 davon sind deutschsprachig.

Für die Zukunft prognostizierte Astra-Deutschland-Geschäftsführer Wolfgang Elsäßer einen Anstieg bei den 3D-Programmen, die ebenso wie HDTV boomen würden. Bisher wurden in Österreich erst 17.000 Fernseher mit entsprechender Ausstattung verkauft, der Standard werde aber in immer mehr TV-Geräten verbaut. Auf Astra sind derzeit sieben Kanäle in 3D empfangbar. Auch hybride Endgeräte, die die Funktionalitäten von Sat und Telekommunikation bieten, würden zunehmend zum Thema, so der Astra-Chef.

Die führende TV-Infrastruktur

In Österreich ist der Satellit weiterhin die führende TV-Infrastruktur, wie Elsäßer sagte. 2010 betrug der Marktanteil 53 Prozent, um einen Punkt mehr als im Jahr davor. Damit ist Österreich im europäischen Spitzenfeld, einzig in Irland empfangen anteilsmäßig mehr Fernsehkunden ihr Programm per Satellit.

Wichtig für Astra ist der hohe Digitalisierungsgrad, der 2010 bereits bei 97 Prozent lag. Ein Jahr davor waren es noch 89 Prozent gewesen. 2012 muss die Umstellung vollzogen sein, dann wird das analoge Signal abgeschaltet.

Die Zahl der Satellitenhaushalte in Österreich stieg 2010 auf insgesamt 1,89 Mio., Kabel sank leicht auf 1,38 Mio. Haushalte. Terrestrik und Fernsehen über Internet (IPTV) spielen eine untergeordnete Rolle: 180.000 Haushalte empfangen weiter über Antenne, IPTV gibt es in 90.000 Haushalten. (APA)

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