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Jar Jar Binks bald in 3D

Foto: Reuters

Der 3D-Kino-Boom ist weiterhin der große Hoffnungsträger für die Filmindustrie. Die durch zunehmende Online-Piraterie geschwächte Branche setzt in dieser Hinsicht aber nicht nur auf eine steigende Zahl dreidimensionaler Neuproduktionen. Um wieder mehr Besucher in die Kinosäle zu locken, sollen auch vermehrt ältere Film-Klassiker in ein modernes 3D-Kleid überführt werden. Einer der ersten überarbeiteten Streifen wird aller Voraussicht nach "Star Wars Episode 1: Die dunkle Bedrohung" sein, der bereits am 10. Februar 2012 starten soll. Als weitere Kandidaten für 3D-Adaptierungen werden Blockbuster wie "Titanic" oder "Terminator 2" gehandelt.

Neuer Erfolg für Klassiker

"Der 3D-Trend ist im Kino nach wie vor ungebrochen und wird sich sicher auch noch weiter fortsetzen", meint Carina Resch, Marketingleiterin der Constantin Film Unternehmensgruppe, dem Betreiber der Cineplexx-Kinos in Österreich. 2011 würde ein Großteil der großen Hollywood-Blockbuster in dreidimensionaler Form erscheinen. Auch den 3D-Versionen von Klassikern räumt Resch ein großes Erfolgspotenzial ein: "Die Neuauflagen sind sowohl für eingefleischte Fans interessant, die ihre Lieblingsfilme in bisher ungeahnter Qualität erleben wollen, als auch für jüngere Zielgruppen, die noch nie Gelegenheit dazu hatten, diese Filme auf einer Kinoleinwand zu betrachten."

Vom Web-Gerücht zur offiziellen Bestätigung

Dass die Hollywood-Studios an 3D-Konvertierungen erfolgreicher Kultfilme arbeiten, war lange Zeit lediglich ein Gerücht, das in einschlägigen Internetkreisen die Runde machte. Im Fall von "Star Wars" wurde erst über einen Eintrag von 20th Century Fox auf der Homepage des Verbands der Filmverleiher bekannt, dass derartige Pläne tatsächlich existieren. Das zuständige Studio LucasFilm hat mittlerweile offiziell eine Kooperation mit dem 3D-Spezialisten Prime Focus verkündet, der für eine ansprechende dreidimensionale Umsetzung des George-Lucas-Streifens sorgen soll.

"Es war mir unglaublich wichtig, dass wir die Technologie, die Ressourcen und die Zeit dafür haben, um das richtig zu machen", betont Star-Wars-Erfinder und LucasFilm-Gründer George Lucas. "Ich bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen, die ich bislang zu Episode 1 gesehen habe".

Erst der Anfang der 3D-Remakes

Die erste Episode der "Star Wars"-Saga wird aber wohl nicht der einzige Klassiker bleiben, der mit einem modernen 3D-Aufputz versehen wieder neu in die Kinosäle gelangen wird. Falls die Neuauflage erfolgreich ist, sollen die anderen fünf Filme in einem Abstand von jeweils einem Jahr folgen, heißt es von LucasFilm. Geht es nach den Wünschen der Hollywood-Bosse, soll zudem schon im April 2012 ein 3D-Remake von "Titanic" erscheinen. (pte)

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