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Der Entwurf von Delugan Meissl für Dundee ragt von einer geringen Auflagefläche aus als hermetischer, vielkantiger Baukörper auf allen Seiten in die Luft.

Foto: APA/Design Dundee Ltd

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Die Architekten Roman Delugan und seine Frau und Partnerin Elke Delugan-Meissl vor dem Porsche Museum in Stuttgart.

Foto: APA/Bernd Weißbrod

London/Wien - Den Sieg im weltweit ausgeschriebenen Architekturwettbewerb um das "Victoria&Albert Museum" (V&A) im schottischen Dundee hat zwar der japanische Architekt Kengo Kuma davongetragen, aber auch das Wiener Architekturbüro Delugan Meissl hat Grund zur Freude: Als einer von sechs Finalisten wird auch ihr Wettbewerbsentwurf von 1. April bis 15. Mai in einer Ausstellung des V&A-Stammhauses in London gezeigt.

Der "V&A at Dundee" soll am Hafengelände von Dundee, am Ufer des Tay-Flusses errichtet werden, als "führendes schottisches Designzentrum" die Sammlung des Londoner Stammhauses ergänzen, sich vor allem dem Design des 20. und 21. Jahrhunderts widmen und gleich selbst als exemplarisches Beispiel dienen.

Sechs Finalisten

Aus 120 Einreichungen aus aller Welt kamen neben Delugan Meissl und Kengo Kuma auch die Büros Rex (USA), Snohetta (die norwegischen Architekten der mit dem "Mies van der Rohe Award" ausgezeichneten neuen Oper in Oslo), Steven Holl (USA) und Sutherland Hussey (Schottland) auf die Shortlist.

Spektakulärer Entwurf

Roman Delugan (geboren in Meran) und Elke Delugan-Meissl (geboren in Linz) betreiben seit 1993 ein gemeinsames Büro, das 2004 um Partner erweitert wurde. Ihr eigenes, privates Domizil, das Wiener Dach-Penthouse "Ray1" (2003), ist viel publiziert, mit Wohnbauten (u.a. auf der Donauplatte) haben sie Aufsehen erregt. In Stuttgart eröffneten sie 2009 ein "schwebendes" Porsche Museum.

Auch ihr Entwurf für Dundee ist spektakulär und ragt von einer geringen Auflagefläche aus als hermetischer, vielkantiger Baukörper auf allen Seiten in die Luft. Vor kurzem wurden ihre Pläne für das Winterfestspielhaus in Erl vorgestellt. Um 36 Mio. Euro wird dabei eine Nutzfläche von 7.000 Quadratmetern sowie eine Sitzplatzkapazität von maximal 870 Plätzen bereitgestellt. (APA)