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München/Wien - Die Ratingagentur Moody's hat die Bonitätsstufe für langfristige vorrangige Verbindlichkeiten und Einlagen ("long-term senior debts and deposits") der Erste Group Bank AG am Mittwoch um eine Stufe von Aa3 auf A1 gesenkt. Der Ausblick für diese Ratings wurde von "negativ" auf "stabil" geändert. Die Analysten gehen bei ihrer Einschätzung davon aus, dass die Bank das staatliche PS-Kapital zurückzahlen wird. Entsprechend wurde auch die Risikoeinschätzung für nachrangige Anleihen von A1 auf A2 verschlechtert.

Dennoch werde die Erste als systemrelevante Bank in Österreich weiterhin "von sehr hoher systemischer Unterstützung profitieren", heißt es in der Mitteilung. Moody's geht daher davon aus, dass das Rating bei A1 stabil bleiben wird.

Die Bayerische Landesbank (BayernLB), einstige Mutter der notverstaatlichten Hypo Alpe Adria, blickt indes trotz erster Erfolge bei der Sanierung vorsichtig in das Jahr 2011. "Wir gehen nicht davon aus, dass es noch einmal so bombastisch läuft wie 2010", sagte BayernLB-Chef Gerd Häusler am Mittwoch in München. Er rechnet zwar für 2011 erneut mit einem Gewinn, dieser werde aber voraussichtlich nicht mehr so hoch ausfallen wie im vergangenen Jahr.

2010 fuhr die Bank unter dem Strich einen Gewinn von 590 Mio. Euro ein, nach einem Verlust von 3,1 Mrd. Euro im Jahr davor. "Die Wirtschaftslage in Deutschland war gut, davon haben wir profitiert", sagte Häusler. Die Vorsorge für den Ausfall von faulen Krediten konnte die Bank trotz Problemen bei der ungarischen Tochter MKB deutlich herunterfahren. Zudem zeige das Restrukturierungsprogramm unter dem Namen "Herkules" Erfolge, das zu einem großen Teil umgesetzt sei.

Künftig muss sich an der Seite von Häusler ein neuer Finanzchef um die Fortsetzung kümmern: Finanzvorstand und stellvertretender BayernLB-Chef Stefan Ermisch verlässt das Unternehmen Ende April. Ermisch werde sich neuen beruflichen Aufgaben stellen, hieß es nur. Neuer Vizechef wird Edgar Zoller. (red, dpa, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 31.3.2011)