Wien - Das erste volle Geschäftsjahr der 2001 gegründeten Conwert Immobilien Invest AG ist wesentlich besser gelaufen als erwartet, stellten die beiden Vorstände der Gesellschaft, Günter Kerbler und Johann Kowar, am Montag auf einer Pressekonferenz fest. Die Umsatzerlöse seien von 3,51 Mio. Euro auf 8,02 Mio. Euro gestiegen und hätten sich damit mehr als verdoppelt. Davon seien 3,56 Mio. Euro auf Mieterlöse und 4,45 Mio. Euro auf Veräußerungserlöse entfallen. Das Betriebsergebnis sei mit 0,57 Mio. Euro positiv ausgefallen, obwohl sich das Unternehmen noch in der Entwicklungsphase befinde.

Zahl der Objekte erhöht

Die Anzahl der Objekte habe sich im Vorjahr von 20 auf 39 erhöht, sagten die Conwert-Vorstände. Davon befänden sich 29 in Österreich und zehn in Tschechien. Im ersten Quartal 2003 seien weitere fünf Objekte (alle in Wien) dazugekommen. Das Unternehmen kauft und adaptiert Immobilien, um sie anschließend zu vermieten.

Das Immobilienvermögen habe sich im Vorjahr um 108 Prozent auf 98,05 Mio. Euro erhöht und sei im ersten Quartal dieses Jahres auf rund 109 Mio. Euro angestiegen. "Wir wollen pro Jahr um 30 bis 50 Mio. Euro wachsen", nannte Kowar als Ziel. Derzeit seien Objekte für rund 100 Mio. Euro in Verhandlung.

Zur Finanzierung der dynamischen Expansion plant die Conwert für Herbst eine weitere Kapitalerhöhung, deren Volumen derzeit aber noch nicht feststeht. Vorsorglich will man sich von der Hauptversammlung am 26. Mai ein genehmigtes Kapital von 25 Mio. Euro beschaffen. Erst im Februar wurde das Grundkapital von 30 auf 50 Mio. Euro erhöht, wobei die Aktien zum Kurs von 11,26 Euro begeben wurden. Zuletzt notierte das Papier mit 11,42 Euro.

Zur gegenwärtigen Aktionärsstruktur sagte Kowar, dass institutionelle Investoren rund 30 Mio. Euro hielten. Zehn bis zwölf Mio. Euro befänden sich in Streubesitz, die restlichen acht bis zehn Mio. Euro bei den beiden Vorständen.

Immorent West

Die Immorent West, die Leasinggesellschaft von Erste Bank und West-Sparkassen, blickt auf ein Rekordjahr 2002 zurück. Mit einem Mobilien-und Immobilienleasing-Neugeschäft von insgesamt 98 Mio. Euro in der Europaregion Tirol/Südtirol erzielte das Unternehmen nach eigenen Angaben das bisher beste Geschäftsergebnis. Der gesamte Tiroler Immobilienleasingmarkt konnte um 167,5 Prozent auf 113,3 Mio. Euro zulegen, hieß es. Das gesamte Leasing-Neugeschäft der Immorent AG steigerte sich um 13 Prozent auf 918,2 Mio. Euro. Der Marktanteil beträgt 22,4 Prozent. (gb/DER STANDARD Print-Ausgabe, 14.5.2003)