Der deutsche börsenotierte Halbleiterhersteller Infineon plant - trotz der vor zwei Wochen begebenen Wandelanleihe über 700 Millionen Euro - derzeit keine Zukäufe, so Infineon-Chef Ulrich Schumacher gegenüber der "Financial Times" von heute. Die aktuellen Marktbedingungen belohnten riskantes Verhalten nicht, eine Konsolidierung durch Zukäufe sei daher riskant. Schumacher will nach eigenen Angaben vielmehr auf Partnerschaften und Allianzen setzen. Plan

Zu der zuletzt begebenen Wandelanleihe meinte Schumacher: "Wenige Leute erkennen, dass es Geld für die Kapitalisierung im Aufschwung braucht." Wenn diese fehle, verliere man leicht die Marktanteile, die man im Abschwung zuvor gewonnen habe. Infineon hatte am 30. April überraschend eine Wandelanleihe "zur weiteren Stärkung der finanziellen Position und zur Unterstützung der langfristigen Strategie" begeben. Im Jänner 2002 hatte der Konzern bereits einmal ein ähnliches Papier über eine Milliarde Euro begeben. (APA)