Der deutsche Punkteführerschein treibt seltsame Blüten: Auf verschiedenen Webseiten bieten Unschuldige an, gegen Bezahlung die Vergehen anderer Verkehrssünder zu "übernehmen" und die dafür vorgesehenen Strafpunkte in Flensburg zu kassieren. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg hat diesem Handel nun den Kampf angesagt.

Wenn ein Autofahrer in Deutschland beim Schnellfahren geblitzt wird, schickt die Bußgeldstelle der Stadt dem Besitzer des Fahrzeugs einen Anhörungsbogen. Bestreitet er den Verstoß, kann jemand für ihn als "Täter" einspringen. Aus Zeitgründen wird meistens in Flensburg nicht geprüft, ob es sich bei einem zugegebenen Verstoß tatsächlich um den angegebenen Fahrer gehandelt hat. So können Namen bzw. Daten Unbeteiligter angegeben werden.(APA/dpa)