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Marcello Lippi

Foto: APA/ Zennaro

Turin – Solide Facharbeiter-Truppe gegen launiges Künstler-Ensemble: Im Duell der Fußball-Welten wittert Juventus Turin gegen Titelverteidiger Real Madrid die Riesenchance zum Einzug ins Champions-League-Finale. Denn trotz des 2:1-Hinspielsiegs und eines doch wiede möglich erscheinenden Ronaldo-Comebacks, ist Real nach den Rückschlägen in der Primera Division verunsichert. Dagegen strotzt der frisch gebackene Meister aus Italien nur so vor Selbstvertrauen.

"Das Halbfinale wird eine Schlacht, aber wir fahren nach Manchester", kündigte Abwehrrecke Paolo Montero an. Vielmehr "eine Fußball-Gala" wünschen sich hingegen Madrids Filigrantechniker um den Ex-Turiner Zinedine Zidane, die im Sturm nun wohl doch auf Ronaldo setzen können. "Ich glaube, dass ich spielen kann, mit jeder Stunde bin ich optimistischer", machte der Brasilianer.

Juve bleibt sich treu

Trotz giftigen spanischen Pressestimmen (As": "Madrid muss die Wiedergeburt des hässlichen italienischen Catenaccio stoppen") setzt Juve-Trainer Marcello Lippi auf eine starke Abwehr – und auf Konter. "Wir dürfen kein Tor kassieren", mahnte Italiens erfolgreichster Coach der letzten zehn Jahre. Ohne die gesperrten Ferrara und Iuliano baut Lippi auf seine Defensiv-Routiniers um die Zentral-Verteidiger Igor Tudor und Montero. Stürmen sollen wieder Del Piero und der Hinspiel-Torschütze David Trezeguet.

Raul-Comeback scheint fix

Bei Real scheinen sich die Probleme im Sturm in Luft aufzulösen Nach seiner Blinddarm-Operation kommt zunächst Raul wieder ins Team. "Er wird einen möglichen Ausfall von Ronaldo wettmachen", sagt Real-Generaldirektor Jorge Valdano. Noch vor zwei Tagen gaben dem die Ärzte, nun reiste er mit. Ob Del Bosque den Brasilianer wirklich bringen wird oder nur Unruhe im Juve-Lager stiften will, bleibt bis zum Anpfiff sein Geheimnis. "Ich rechne mit Ronaldo", betonte Lippi. (APA/dpa)