Washington/Riad - US-Präsident George W. Bush hat nach den verheerenden Terroranschlägen in Riad vom Dienstag "die engen und freundschaftlichen Beziehungen" zwischen den USA und Saudiarabien hervorgehoben. In einem Telefongespräch mit dem Regenten, Kronprinz Abdullah, versicherte Bush "der Regierung und dem saudiarabischen Volk, dass die Vereinigten Staaten ihren Kampf gegen den Terrorismus unterstützen", meldete die offizielle saudiarabische Nachrichtenagentur SPA am Mittwoch.

Der Kronprinz, der in Vertretung seines kranken Halbbruders, König Fahd, die Regierungsgeschäfte führt, sagte, dass es "Kriminellen" niemals gelingen werde, "die Einheit der Nation zu erschüttern". Trotz der Selbstmordanschläge ist Saudiarabien nach Einschätzung der US-Regierung weiter "stabil". Die Regierung sei "gefestigt und Herr der Lage", sagte ein hochrangiger Vertreter der US-Regierung in der Nacht auf Mittwoch nach dem Besuch von Außenminister Colin Powell in Saudiarabien.

Powell war am Dienstagabend nach Gesprächen mit dem Thronfolger und Außenminister Prinz Saud al Faisal von Riad nach Moskau weitergereist. Zuvor hatte er eine der drei Azsländer-Wohnanlagen in Riad besucht, in denen bei den Selbstmordanschlägen in der Nacht auf Dienstag nach offiziellen Angaben mindestens 29 Menschen getötet worden waren. In US-Sicherheitskreisen war von über 90 Todesopfern die Rede gewesen.(APA)