Wien - Die Schweizer UBS-Bankengruppe wertet ihre bisherige Österreich-Repräsentanz in Wien zu einer Filiale auf. Mit insgesamt 25 Mitarbeitern und einer neuen Vollbanken-Lizenz will die UBS in erster Linie vermögende Privatkunden ansprechen und von Wien aus auch die angrenzenden künftigen EU-Mitgliedsländer Ungarn, Tschechien und die Slowakei betreuen.

Schwerpunkt Private Banking

Schwerpunkt der Tätigkeit ist das Private Banking, also die Vermögensverwaltung für betuchte Kunden. Rund 60.000 Haushalte verfügten in Österreich über ein disponibles Vermögen von 500.000 Franken oder Euro, sagte UBS-Manager Stephan Häberle, zuständig für das Geschäftsfeld Wealth Management in Österreich und Zentraleuropa, bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Wien. Daneben hat die UBS auch Stiftungen, Familienunternehmen und internationale Kunden im Visier. Um sich in Österreich als bevorzugter Vermögensverwalter zu behaupten, wird die UBS nicht nur die eigenen Produkte anbieten. Mit maßgeschneiderten Lösungen sollen Kunden veranlasst werden, von anderen Instituten zur UBS zu wechseln, außerdem gebe es noch Wachstumsmöglichkeiten, ist Medem überzeugt.

Weltmarktführer im Private Banking

Die international tätige UBS-Gruppe ist mit einem verwalteten Vermögen von aktuell 638 Mrd. Schweizer Franken (421 Mrd. Euro) im Private Banking der weltweit größte Vermögensverwalter. Im Kerngeschäft "Wealth Management" wurde konzernweit im ersten Quartal 2003 mit 2,9 Mrd. Franken mehr als ein Drittel des gesamten Geschäftsertrags von 7,8 Mrd. Euro erzielt. In Europa ist die UBS als Vermögensberater an 31 Standorten Vertreten. Die auch im Investment- und Fondsgeschäft tätige UBS-Gruppe beschäftigt weltweit 69.000 Mitarbeiter. (APA)