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Chereau, der Vielgefragte

Foto: REUTERS/Eric Gaillard

Wien - Der berühmte französische Regisseur Patrice Chereau soll im Mozart-Jahr 2006 "Cosi fan tutte" im Theater an der Wien und produziert von den Wiener Festwochen inszenieren, berichtet "News".

Für die reguläre Bespielung des Theaters an der Wien ab 2007 soll es laut "News" mehrere Konzepte geben. Eines davon stamme von Staatsopern-Direktor Ioan Holender und sehe Eigen- sowie Koproduktionen an 174 Spieltagen im Jahr vor.

"Unter Kundigen kursieren Konzepte"

Die Wiener Festwochen planen für das Mozart-Jahr 2006, so "News", weiters eine neue Inszenierung der "Zauberflöte" unter der musikalischen Leitung von Daniel Harding. Auch "Lucio Silla" unter Nikolaus Harnoncourt in Claus Guths Regie steht am Programm. Die Staatsoper plane im Theater an der Wien "Idomeneo" mit Seiji Ozawa als Dirigent und mit Neil Shicoff in der Titelrolle.

Außerdem drei Opern von Gluck in der Inszenierung von Peter Konwitschny. Das Festival Klangbogen steuere "Figaro" bei, und aus Frankfurt soll eine "Titus"-Inszenierung übernommen werden. Im Mozartjahr soll an 80 Abenden gespielt werden.

"Unter Kundigen kursieren mehrere Konzepte" für den regulären E-Musik-Spielplan ab 2007, heißt es bei "News", davon zwei vom mit der Konzepterstellung beauftragten Musikdirektor der Wiener Festwochen, Hans Landesmann. Eines davon sehe eine "Sparvariante" mit 100 Vorstellungen im Jahr vor, ein zweites "weitaus mehr Vorstellungen".

"Keineswegs" Übernahme

Zu den von Holender geplanten 174 Spieltagen käme noch das normale Festwochen-Angebot. Für den Jänner wäre "Die Zauberflöte" aus dem Mozart-Jahr angesetzt, so wie Donizettis "Liebestrank". Im Frühjahr dann zwei Produktionen der Staatsoper als Übernahme aus dem Mozart-Jahr: "Idomeno" und Glucks "Iphigenie". Nach den Wiener Festwochen solle es eine Operette geben, im Herbst eine Barockoper, dazu Mozarts "Entführung aus dem Serail", "Don Giovanni", und "Cosi fan tutte".

Im Winter schließlich sei an ein Kinder-Musical gedacht. Holender betonte in "News", dass nach seinem Konzept keineswegs "die Staatsoper das Theater an der Wien übernimmt", sondern die Einbeziehung mehrer Partner, u. a. die Festwochen, vorsieht. (APA)