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Die Creme de la Creme der Radprofis huscht mit vollem Tempo durch das Örtchen Marina Roseto an der Mittelmeerküste.

Foto: Reuters/ Rellandini

Neapel - Bernhard Eisel wird seinem Ruf als eines der größten Talente des heimischen Radsports immer mehr gerecht. Nach einer Serie von drei Top-15-Platzierungen in den Weltcup-Klassikern im Frühjahr, die vor ihm noch kein ÖRV-Radprofi erreicht hat, macht sich der 22-jährige Steirer beim Giro d'Italia einen Namen. Mit zwei dritten Plätzen schob sich Eisel mitten in den Kreis der Top-Sprinter. Georg Totschnig, der im Gegensatz zu seinem jungen Landsmann die Gesamtwertung im Auge hat, liegt nach dem ersten Abschnitt - am Donnerstag war Ruhetag - als 13. gut im Rennen.

Teamchef Madiot überaus zufrieden

Eisel hat die Erwartungen seines neuen Teams La Francaise des Jeux (FdJ.com) schon in den ersten Monaten mehr als erfüllt. Teamchef Marc Madiot ist überaus zufrieden mit dem HAK-Maturanten, der keinen Respekt vor großen Namen kennt. Der Stallhofener weiß sich in den riskanten Massensprints bei Tempo 60 bis 70 durchzusetzen und findet auch immer wieder das richtige Hinterrad. So hielt er sich am Mittwoch im Windschatten von Superstar Mario Cipollini (ITA), Vortagssieger Robbie McEwen (AUS) vermochte ihn nicht mehr von Rang drei zu verdrängen.

Traum vom Etappensieg

"Gegen Alessandro Petacchi und Cipollini habe ich keine Chance, da fehlt mir noch Erfahrung und die Kraft", erklärte Eisel, der seine erste große Rundfahrt bestreitet. Den Traum von einem Etappensieg will er sich aber dennoch erfüllen. "Vielleicht komme ich einmal mit einer kleiner Gruppe weg und kann im Sprint etwas machen."

Totschnig trotzt Finger-Problemen

Totschnigs Kletterqualitäten sind erstmals am Samstag bei der Bergankunft auf dem Terminillo gefordert. "Ich bin mit den ersten fünf Tagen sehr zufrieden, die Form wird immer besser. Nach der ersten Bergankunft weiß man mehr", sagte der Zillertaler, der einige heikle Situationen mit mehr oder weniger Glück gemeistert hat. Gleich auf der ersten Etappe hatte er sich bei einem Sturz den kleinen Finger ausgerenkt. "Jetzt fahre ich nur mit vier Fingern am Lenker und das geht ganz gut", erklärte der Gerolsteiner-Kapitän. Am Mittwoch entging er fünf Kilometer vor dem Ziel nur knapp einem Massensturz und vermied so einen Zeitverlust. (APA)