Bild nicht mehr verfügbar.

Die Islandpferde könnten Konkurrenz als Tourismusattraktion bekommen.

Foto: Reuters

Reykjavik - Rückblickend können die Isländer dem Ausbruch ihres Vulkans vor einem Jahr auch etwas Positives abgewinnen. So ist zu hören, dass das Ereignis auf lange Sicht betrachtet Touristen anlocken könnte. Zudem bekommt die Insel ihr erstes Eyjafjallajökull-Museum. Der Bauer Olafur Eggertsson will es auf seinem Thorvaldseyri-Hof unweit des Gletschervulkans im Süden Islands eröffnen.

Als die Lavaasche im vergangenen Frühjahr vom Vulkan herüberwehte, wurde Landwirt Eggertsson als einer der Hauptleidtragenden landesweit bekannt: Er wollte seinen Hof eigentlich komplett aufgeben, weil er den Kampf gegen die allgegenwärtige Asche für hoffnungslos hielt.

Auch andere Sorgen haben sich inzwischen zerstreut, nachdem der Eyjafjallajökull wieder ruht. Etwa die Befürchtung, dass nach dem Flug-Chaos wegen der Asche aus Island die Touristen wegbleiben könnten. Nach dem Tief des vergangenen Jahres im direkten Gefolge der Aschewolken-Schlagzeilen erwartet die Tourismusbranche für diesen Sommer eine Rekordsaison. Und vielleicht, so wird in Reykjavik spekuliert, kann der Vulkanausbruch unter dem Eyjafjalla-Gletscher sogar langfristig Neugierige anlocken. (APA)