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Acht Menschen sind am Freitag bei einer durch einen Sandsturm ausgelösten Massenkarambolage auf der Autobahn 19 bei Rostock ums Leben gekommen.

Foto: dapd/Thomas Haentzschel

Mehr als 20 Verletzte liegen noch im Krankenhaus, Teile der Autobahn sind weggeschmolzen: Nach dem Massencrash nahe Rostock werden die Reparaturarbeiten noch Tage dauern. Ein Sandsturm hatte den Fahrern auf der A19 am Freitag die Sicht genommen. Acht Menschen starben, 131 wurden verletzt. 80 Autos rasten ineinander, knapp 30 gingen in Flammen auf, auch ein Gefahrguttransporter brannte.

Etwa 20 Stunden nach dem Massencrash südlich von Rostock war auch der letzte brennende Lastwagen gelöscht. Die Retter hatten am Samstagvormittag bis auf einen Laster alle in den Massenunfall verwickelten Fahrzeuge von der Autobahn geschleppt. Dichter Löschschaum bedeckte den Boden um den letzten völlig ausgebrannten Lkw. Das Wrack stand schräg im Graben. Die Fahrbahn war auf mehr als 50 Metern mit riesigen Löchern übersät und völlig schwarz von Ruß und verbrannten Wrackteilen.

Schlimmster Verkehrsunfall in Mecklenburg-Vorpommern

Der Unfall passierte am Freitag gegen 12.50 Uhr zwischen den Anschlussstellen Kavelstorf und Laage, südlich von Rostock. Die Autos rasten in beiden Fahrtrichtungen ineinander. Ein dpa-Reporter am Unfallort berichtete, die Autos seien zusammengequetscht worden und müssten mit hoher Geschwindigkeit aufeinandergeprallt sein.

Der Grund für den Unfall soll extrem schlechte Sicht gewesen sein. Ein Sturm hatte Sand von umliegenden Feldern aufgewirbelt und über die Autobahn geweht. Augenzeugen sagten, man habe nur noch etwa zehn Meter weit sehen können. Eine Polizeisprecherin hatte von dem schlimmsten Verkehrsunfall gesprochen, den Mecklenburg-Vorpommern je erlebt habe. Es war der verheerendste Massencrash der vergangenen 20 Jahre in Deutschland.

Fahrbahn unter Gefahrguttransporter "thermisch zersetzt"

Das Inferno richtete einen Millionenschaden an, so Polizisten an der Unfallstelle. Wie ein Polizeisprecher sagte, werde die Autobahnmeisterei versuchen, im Laufe des Tages die Fahrbahn Richtung Berlin wieder zu öffnen. Dann könne dort jeweils einspurig der Verkehr an der Unfallstelle vorbeigeführt werden kann.

Die Reparatur der anderen Fahrbahn könne noch mehrere Tage dauern, sagte er. Laut Autobahnmeisterei sei der Beton der Fahrbahn unter dem ausgebrannten Gefahrguttransporter bis zu fünf Zentimeter völlig zerstört, er sei "thermisch zersetzt." (APA)