Wien - FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache hat der Regierung am Sonntag vorgeworfen, die Österreicher in eine "Schuldenkatastrophe" zu führen, "die letztlich in eine Massenenteignung mündet". In einer Reaktion auf die am Vortag in Ungarn beschlossene Portugal-Hilfe der Euroländer forderte Strache eine Zweiteilung der Eurozone in ein Weichwährungs- und ein Hartwährungsgebiet.

Dass Österreich nur Haftungen gegeben hätte, die nicht schlagend würden, werde spätestens nach einer Griechenland-Umschuldung als "Märchen" zu erkennen sein. "Jedes Versprechen wird doch gebrochen, so wie auch jene Klausel, die den finanziellen Beistand unter EU-Partnern verboten hat, einfach vom Tisch gewischt wurde von den Regierungschefs", erklärte Strache.

Weitere politische Reaktionen auf die Vereinbarung, für die die Republik geschätzte 1,5 Mrd. Euro an Haftungen aufbringen muss, lagen bis Sonntagnachmittag keine vor. (APA)