Chicago - Die weltgrößte Fluglinie American Airlines sieht sich trotz weiterer Einsparmöglichkeiten immer noch akut von der Insolvenz bedroht. Die Tochtergesellschaft von AMR gab am Donnerstag eine Vereinbarung mit über 100 Zulieferern, Flugzeugverpächtern und anderen Gläubigern bekannt. Das Abkommen soll dem Unternehmen Kosteneinsparungen von mehr als 175 Millionen Dollar jährlich sichern.

Wegen der weiterhin angespannten Finanzlage und anhaltenden Beeinträchtigungen der Geschäfte unter anderem durch die schwache US-Wirtschaft, den Irak-Krieg, Ängste vor Anschlägen und die gefährliche Lungenkrankheit SARS müsse American möglicherweise trotzdem Antrag auf Gläubigerschutz nach Kapitel elf des US-Konkursrechts stellen, teilte die Gesellschaft mit.

Das Unternehmen war im vergangenen Monat einem Insolvenzantrag drei Mal nur knapp entgangen. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC berichtete die Fluglinie nun von einer Reihe von Vereinbarungen mit Gläubigern. Diese führten insgesamt zu Einsparungen von mehr als einer Milliarde Dollar (873 Mio. Euro) im Jahr. Die Abmachungen stellen den Abschluss eines Sparkonzepts dar, das auf eine Kostensenkung von insgesamt vier Milliarden Dollar jährlich abzielt.(APA/Reuters)