Wien - Österreichs größter Baukonzern, die Bauholding Strabag um den Kärntner Industriellen Hans-Peter Haselsteiner, konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 das Konzernergebnis vor Steuern von 59 auf 73 Mio. Euro steigern. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern belief sich auf 89 (81) Mio. Euro. Die Betriebsleistung verringerte sich dagegen von 4,76 auf 4,41 Mrd. Euro.

Für das verbesserte Betriebsergebnis hauptsächlich verantwortlich ist ein von 3,05 auf 2,80 Mrd. Euro gesunkener Sachaufwand. Dies geht aus den anlässlich der heutigen Bilanzpressekonferenz aufliegenden Presseunterlagen hervor. Das Ergebnis nach Steuern wird mit 51 nach 49 Mio. Euro und das Konzernergebnis mit 44 (42) Mio. Euro ausgewiesen.

Die Bauleistung des in Deutschland, Österreich und Osteuropa tätigen Baukonzerns ging von 5,31 auf auf 5,27 Mrd. Euro zurück. Die Mitarbeiteranzahl im Gesamtkonzern erhöhte sich leicht von 30.116 auf 30.809. Der Auftragsüberhang per Jahresende lag mit 4,1 Mrd. Euro über dem Wert des vorangegangenen Jahres von 3,67 Mrd. Euro.

Nach der Verschmelzung mit der deutschen Strabag per Jahresbeginn 2002 wurden die Konzerndaten erstmals nach den International Financial Reporting Standards ausgewiesen.

Kein Interesse an Irak-Engagement

Mehr als skeptisch zeigte sich der Kärntner Bauindustrielle, Bauholding Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner, bezüglich eines möglichen profitablen Engagements seiner Polen-Tochter im Zuge des Wiederaufbaues im Irak. "Einen abgenagten Knochen eines US-Großkonzerns nochmals abzunagen ist nicht nur unappetitlich, sondern unter diesen besonderen Umständen auch grauslich", so Haselsteiner bei der Bilanzpressekonferenz in Wien. (APA)