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"Obwohl es derzeit keine politische Mehrheit dafür gibt treten wir weiter gegen Studiengebühren ein", erklärte der jetzige Obmann des FEST-Klubs, Thomas Wallerberger.

Foto: ap/Kienzle

Die Fraktion Engagierter Studierender (FEST) will sich weiter in der ÖH-Bundesvertretung für die Anliegen von FH-Studierenden einsetzen. Da die Bundesvertretung nicht direkt gewählt werden kann und jeder der 16 Mandatare für die Bundesvertretung per Personenwahl bestimmt wird, hat die FEST keinen Spitzenkandidaten oder eine Spitzenkandidatin aufgestellt. "Die FEST ist eine offene Plattform für Studierende der Fachhochschulen", heißt es im Programm. Derzeit sieht das Wahlrecht vor, dass jede FH, die über 1.000 Studierende hat, einen Mandatar in die Bundesversammlung entsenden kann. Gewählt wird dieser Mandatar von den Studiengangsvertretern.

Mehr Mitbestimmung und Wahlrechtsreform

"Obwohl es derzeit keine politische Mehrheit dafür gibt treten wir weiter gegen Studiengebühren ein", erklärte Thomas Wallerberger, der noch bis Juni stellvertretender ÖH-Vorsitzender ist und bei dieser Wahl nicht mehr kandidieren will. Weitere Kernpunkte des Programms sind stärkere Mitbestimmungsrechte für Studierende und eine Generalreform der ÖH. Wie bereits auf einer Pressekonferenz angekündigt, fordert die ÖH eine Wahlrechtsreform. Die Bundesvertretung soll demnach wieder direkt gewählt werden können. So könnte auch die FEST als Liste bei den ÖH-Wahlen antreten, so Wallerberger.

"Wissen weitergeben"

Obwohl bei der Pressekonferenz keine Kandidaten der FEST für die kommende ÖH-Wahl an den Fachhochschulen im Mai vorgestellt wurden, ist sich Wallerberger sicher, dass sich der Klub in der kommenden Amtsperiode wieder bilden wird. Ziel sei es, das Wissen der jetzigen Amtsträger an ihre Nachfolger weitergeben zu können. "Wir vertreten nicht die Fachhochschulen, sondern stehen für das Programm, das jetzt formuliert wurde", stellte er klar. "Es müssen nicht alle 16 Mandate für die Fachhochschulen von der FEST besetzt werden", so der FH-Student. Ein ÖVP-Mitglied, das für Studiengebühren eintritt, könne "wohl nicht mit uns mit".

Die FEST versteht sich als pateipolitisch unabhängig. Im Programm finden sich aber einige Punkte wie die Ablehnung der "Ökonomisierungstendenzen im Hochschulbereich", die sich ideologisch eher links von der Mitte befinden. In der vergangenen Amtsperiode ging die FEST eine Koalition mit dem VSStÖ (Verband Sozialistischer StudentInnen) und GRAS (Grüne Alternative Studierende) ein. (lis, derStandard.at, 12.4.2011)