Die EU-Kommission treibt die sogenannten intelligenten Stromnetze voran, durch die auch private Haushalte Stromkosten sparen könnten. Durchschnittlich seien zehn Prozent, oder 60 Euro, pro Haushalt im Jahr vermeidbar, teilte die Kommission am Dienstag bei der Vorstellung einer Zwischenbilanz zu ihrer Netz-Politik in Brüssel mit. Die intelligenten Netze sollen den Bürgern demnach in Zukunft europaweit ermöglichen, ihren Stromverbrauch in Echtzeit zu verfolgen, beispielsweise am Computer. So können sie Stromfresser ausfindig machen, aber auch den optimalen Tageszeitpunkt für das Anstellen verschiedener Geräte abpassen.

Zukunft

Das Zukunftsbild der intelligenten Netze betrifft nicht nur Privathaushalte. Es integriert die Erzeugung, die Verteilung und den Verbrauch der Energie; so sollen nicht zuletzt die erneuerbaren Quellen wie Windkraft und Sonne besser genutzt werden, die nicht wie herkömmliche Kraftwerke nach Bedarf an- und ausgestellt werden können. Elektroautos könnten unabhängig vom Fabrikat in ganz Europa an der Steckdose aufgetankt werden. Allerdings hake es bei der Umsetzung unter anderem noch an verschiedenen Standards in der EU, beispielsweise für die Stecker der Elektroautos, heißt es in der Zwischenbilanz. (APA)