Nicht nur Arbeit macht auf Bürosesseln froh. Die "Rennfahrer" nahmen...

Foto: Veranstalter/Kerbbursche Zell

...die Sache durchaus ernst.

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Wer meint, nur die Finnen mit ihrem Gummistiefelweitwerfen hätten Sinn für kuriose Bewerbe, der irrt. Auch die gemeinhin als bierernst eingestuften deutschen Nachbarn zeigen in Sachen sportlicher Bewerb durchaus Fantasie und Sinn für Humor, wie ein Blick ins südhessische Bad König zeigt. Am Samstag, dem 16. April 2011 glühten dort nämlich wieder die Rollen. 58 tollkühne Rennfahrer kämpften um den Titel des Deutschen Meisters im Bürosesselfahren. Adrenalin pur auf 200 Meter Asphalt.

Rasante Abfahrten inmitten von hunderten von Zuschauern. Spektakuläre Sprünge und tollkühne Ausweichmanöver: So soll es gewesen sein - und wenn man den Bildern glauben schenkt, dann war es auch wirklich so. Am Ende holte sich Pierre Feller aus Luxemburg den begehrten Titel und stellte mit 26,49 Sekunden auf der 200 Meter langen Strecke dabei gleich noch einen Rekord auf.

Die zu Renngefährten umfunktionierten Bürosessel durften lediglich mit Inliner-Rollen aufgemotzt werden, Motorenunterstützung war verboten. Die Fahrer waren mit Helmen, Knie- und Ellenbogenschützern ausgestattet - manche trugen fantasievolle Kostüme. (rb, derStandard.at, 19.4.2011)