Wien - Der Postbus-Vorstand will die Dienstvorschriften der beamteten Fahrer an jene der Kollektivvertragslenker anpassen. Damit sollen Überstunden abgebaut, Kosten reduziert und Flexibiliät gewonnen werden. Der Grund: Die 1700 beamteten Lenker brauchen für ihre "Rüst- und Wendezeiten", also jene Arbeitsstunden, in denen nicht gefahren, sondern vorbereitet, abgerechnet und pausiert (zwischen den Linienkursen), um 40 Minuten länger als ihre angestellten Kollegen.

Es gehe dabei um eine notwendige "Anpassung an den Wettbewerb", argumentierten die Postbus-Vorstände Wilhelmine Goldmann und Werner Ott am Freitag in einer Pressekonferenz.

Die Personalvertretung wehrt sich dagegen, weil sie vermutet, dass die Unternehmensführung damit zwei Mio. Euro an Streikkosten aus dem Vorjahr auf die Belegschaft überwälzen will. Die angekündigte Bezugseinstellungen für den Streik am 6. Mai will die Postbus AG dagegen "vorläufig nicht umsetzen", heißt es in einem Brief des Vorstands an die Belegschaft. (APA)