Peshawar - Wegen einer Straßenblockade durch Demonstranten in Pakistan sind die Nachschublieferungen für die NATO-Truppen in Afghanistan für drei Tage unterbrochen worden. Anhänger des pakistanischen Politikers und früheren Kricket-Stars Imran Khan versammelten sich am Samstag auf der Versorgungsstraße, um mit einer Sitzblockade gegen die US-Drohnenangriffe in pakistanischen Stammesgebieten zu demonstrieren. Die Behörden in Peshawar erklärten, die Lastwagentransporte der NATO würden für drei Tage gestoppt.

Die Veranstalter des Protests rechneten damit, dass sich mehr als 20.000 Menschen an Demonstrationen gegen die Drohnenangriffe beteiligen und sich viele weitere dem Protestzug von Khans Bewegung für Gerechtigkeit anschließen würden. Die USA würden den Krieg verlieren und könnten "niemals gewinnen", sagte Khan bei einer Versammlung in der nordwestpakistanischen Stadt Akora Khattak. Die Sitzblockade auf der zentralen Nachschubroute der NATO solle zwei Tage andauern.

Unbemannte US-Drohnen bombardieren immer wieder Ziele im pakistanischen Grenzgebiet zu Afghanistan. Der Nordwesten Pakistans dient Aufständischen aus Pakistan und dem benachbarten Afghanistan als Unterschlupf. Die Drohnenangriffe hatten in Pakistan für anti-amerikanische Stimmung gesorgt, die sich durch einen US-Angriff, bei dem vergangenen Monat 39 Menschen starben, weiter verschärfte. Lkw mit Nachschub für die internationalen Truppen in Afghanistan sind häufig Ziel von Angriffen, für die Aufständische verantwortlich gemacht werden. (APA)