Deauville - Die Finanzminister der sieben führenden Industrienationen und Russland (G-8) werden nach ihren Beratungen in Deauville ihr Vertrauen in die Weltwirtschaft äußern. Trotz "gewisser größerer Risiken, die auf der Konjunktur lasten", habe die Gruppe der G-8 "volles Vertrauen" in das globale wirtschaftliche Wachstum, hieß es in einem Entwurf zur Abschlusserklärung des Treffens in dem nordfranzösischen Badeort, der am Samstag bekannt wurde.

Rückbildung der konjunkturellen Risiken

Die konjunkturellen Risiken hätten sich in jüngster Zeit zurückgebildet. Es blieben aber noch viele Herausforderungen für die Wirtschaft, heißt es in dem Papier weiter. Zu den G-8-Staaten zählen die USA, Deutschland, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada sowie Russland.

Thema Wechselkurse bleibe unerwähnt

Bereits am Freitagabend hatte aus Delegationskreisen verlautet, in dem Kommunique würde das Thema Wechselkurse nicht erwähnt. Mehrere Minister hatten während der vergangenen Tage ihre Sorge über den Anstieg des Euro-Kurses zum Dollar zum Ausdruck gebracht. US-Finanzminister John Snow hatte erst kürzlich Japan und Europa aufgefordert, den schwächeren Dollar nicht für ihre wirtschaftlichen Probleme verantwortlich zu machen. In beiden Wirtschaftsräumen wächst die Sorge, dass die Kursverluste der US-Währung die Geschäfte der heimischen Exporteure und damit die erwartete wirtschaftliche Belebung belasten. (APA/Reuters)