Wien - Rund um den Jahrestag der Kapitulation Hitler-Deutschlands am 8. Mai vor 66 Jahren finden in Österreich mehrere Gedenkveranstaltungen statt. Während die rechten Burschenschaften heuer wieder mit FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Heldenplatz ihr "Totengedenken" abhalten und die "Helden" ehren (derStandard.at berichtete), wird anderswo der Opfer des Nazi-Regimes gedacht.

In der KZ-Gedenkstätte Mauthausen in Oberösterreich findet die Internationale Befreiungsfeier statt, an der auch Nationalratspräsidentin Barbara Prammer (SPÖ) und die neue Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) teilnehmen werden. Die Gestaltung des Programms obliegt dem Mauthausen-Komitee (MKÖ). Die Gedenkveranstaltung am Sonntag beginnt um 9.30 Uhr mit einem Gottesdienst und endet mit einem Gedenkzug über den Appellplatz. Tags zuvor wird etwa in Gusen und Gunskirchen gedacht.

Bereits am Donnerstag findet im Parlament das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus statt. Festrednerin der Veranstaltung im Historischen Sitzungssaal ist heuer die Autorin und Literaturwissenschafterin Ruth Klüger. Teilnehmen werden Vertreter des öffentlichen Lebens, an der Spitze Bundespräsident Heinz Fischer, Mitglieder der Bundesregierung und Parlamentarier.

"Befreiungsfest"

Mit einer Kranzniederlegung am Denkmal der Opfer der Gestapo am Morzinplatz gedenken am 6. Mai die Wiener Grünen der Befreiung von der Nazi-Herrschaft. Zu Wort kommen werden Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG), sowie Vertreter des KZ-Verbandes. Am 8. Mai findet schließlich ein "Grünes Befreiungsfest" am Heldenplatz unter dem Motto "Wer heute nicht feiert, hat verloren!" statt. (red, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5.5.2011)