Peking - Die chinesischen Behörden haben die Suche nach vermissten Bergleuten in einer Kohlegrube im Osten des Landes am Sonntag eingestellt. Die Gasexplosion im Bergwerk Luling vom Dienstag kostete damit 86 Kumpeln das Leben, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Es handelte sich den Angaben zufolge um das bislang schwerste Grubenunglück in China in diesem Jahr. Bei einem weiteren Bergwerksunglück kamen nach Angaben von Xinhua vom Sonntag sieben Kumpel ums Leben, vier weitere wurden verletzt.

In der Mine von Luling arbeiteten zum Zeitpunkt des Unglücks 113 Kumpel, 27 von ihnen wurden lebend geborgen. Die Rettungsarbeiten wurden von Überschwemmungen sowie Kohlenmonoxid und explosiven Gasen behindert. Die Explosion ereignete sich nahe der Stadt Hefei in der Provinz Anhui. Was die Explosion auslöste, war zunächst nicht bekannt.

Gasexplosion

In dem Bergwerk in der nordostchinesischen Stadt Liaoyang in der Provinz Liaoning, wo sieben Bergleute ums Leben kamen, ereignete sich am Samstag eine Gasexplosion. Die Ursache werde untersucht.

Die Sicherheitsvorkehrungen in chinesischen Bergwerken gelten als äußerst unzureichend. Im vergangenen Jahr kamen bei Grubenunglücken landesweit mehr als 5.000 Menschen ums Leben. (APA)