Wien - Der börsenotierte steirische Leiterplattenhersteller AT&S hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/11 einen neuen Rekordumsatz erzielt: Mit 487,9 Mio. Euro nach 372,2 Mio. im Jahr davor wurden die Analystenerwartungen von im Schnitt 487,6 Mio. Euro leicht übertroffen. Der Bruttogewinn lag bei 89,8 Mio. Euro, das Vorsteuerergebnis bei 43,3 und das Konzernergebnis bei 35 Mio. Euro, teilte das Unternehmen heute, Dienstag, ad hoc mit.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) beläuft sich - bereinigt um außergewöhnliche Aufwendungen - auf 49,2 Mio. Euro. Der Gewinn pro Aktie liegt bei 1,51 Euro. Im Geschäftsjahr 2009/10 hatte der Leiterplattenhersteller noch leicht negativ bilanziert.

Das Geschäftsjahr wurde mit einem starken vierten Quartal mit 123,1 Mio. Euro Umsatz beendet. Der Bruttogewinn lag bei 18,2 Mio., das Vorsteuerergebnis bei 6,9 und das Konzernergebnis bei 5,5 Mio. Euro. Pro Aktie wurde 0,23 Euro Gewinn erzielt. AT&S wird weitere Details heute Vormittag bei seiner Bilanzpressekonferenz bekanntgeben.

Starke Nachfrage

"Die anhaltend starke Nachfrage nach hochwertigen Leiterplatten in allen unseren Segmenten sowie die gute Auslastung unserer Werke in Asien und Österreich haben uns einen erfreulichen Umsatz im vierten Quartal beschieden und damit ein sehr gutes Jahresergebnis ermöglicht", erklärt Vorstandschef Andreas Gerstenmayer in der Aussendung. Der Trend zur steigenden Funktionalität von Geräten und Durchdringung von elektronischen Systemen im Alltag werde anhalten und damit auch die Nachfrage nach hochwertigen HDI-Leiterplatten.

Dabei setzt AT&S auf starkes Wachstum am Tablet-Markt: Der weltweite Tablet-Markt belief sich im Jahr 2010 auf 18 Millionen verkaufte Einheiten. In den nächsten Jahren werden dreistellige Wachstumsraten prognostiziert. Im globalen Mobilgerätemarkt werde die Nachfrage nach Applikationen für elektronische Bücher weiter steigen. Mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic haben die Steirer eine Kooperation bei der Weiterentwicklung von Leiterplattentechnologien vereinbart. (red)