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Radulow (li) und Kowaltschuk sind aus dem Häuschen, Russland steht im Halbfinale.

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Die Kanadier dominierten das Spiel lange, am Ende reichte es wieder nicht.

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Finnlands Lajunen praktisch eins mit der Plexiglasscheibe.

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Bratislava - Russland steht nach einem Prestigeerfolg gegen Kanada im Halbfinale der Weltmeisterschaft. Die "Sbornaja" setzte sich im Viertelfinal-Schlager in Bratislava am Donnerstagabend gegen den Olympiasieger 2:1 (0:0,0:1,2:0) durch. In der Vorschlussrunde trifft der Vize-Weltmeister am Freitag nun auf die Finnen, die Außenseiter Norwegen zuvor mit 4:1 (0:0,4:1,0:0) besiegt hatten. Das zweite Halbfinale bestreiten Tschechien und Schweden.

Déjà-vu

Zu Beginn des Schlussdrittels noch im Rückstand, drehten Alexej Kajgorodow (50.) nach einem schönen Sololauf in Unterzahl sowie Superstar Ilja Kowaltschuk (53.) die Partie noch zugunsten der Russen. In einem vom Start weg mit vollem Einsatz geführten Spiel hatte Jason Spezza (26.) Kanada in Führung geschossen. Die zuvor ungeschlagenen "Ahornblätter" scheiterten damit wie im Vorjahr in Deutschland im WM-Viertelfinale am 25-fachen Rekordweltmeister.

Kanada sah lange wie der Sieger aus, nachdem Spezza eine Unachtsamkeit der russischen Defensive zum 1:0 ausgenutzt hatte. Die von Wjatscheslaw Bykow trainierten Russen drehten erst im Finish auf. Zunächst hatten sie Pech, als ein Schuss von Ilja Nikulin von der Stange via der Torlinie ins Feld zurückprallte. Nach minutenlanger Videostudie entschieden die Referees auf keinen Treffer, eine strittige Entscheidung.

Revanche für Olympia-Niederlage

Eine Einzelleistung von Kajgorodow, der zwei Kanadier stehen ließ, brachte den Ausgleich. Der wie Alexander Owetschkin zuvor kaum in Erscheinung getretene Kowaltschuk sorgte mit seinem ersten Turnier-Treffer unter dem Jubel der zahlreichen russischen Fans für die endgültige Wende. Die Russen nahmen damit auch Revanche für die Viertelfinal-Blamage (3:7) bei Olympia 2010.

Finnland qualifizierte sich dank seiner Stärke im Powerplay erstmals seit 2008 wieder für die Top-Vier. Im rein-skandinavischen Duell mit Norwegen ging der Außenseiter durch einen von Ken Andre Olimb (24.) verwerteten Penalty in Führung. Erst dann wachten die Finnen auf und drehten die Partie vor knapp 9.000 Zuschauern im Überzahl-Spiel.

Zweimal Jarkko Immonen (27./36.) sowie Tuomo Ruutu (29.) trafen jeweils im Powerplay, für die Vorentscheidung zugunsten der Suomi sorgte Lani Lajunen (39.). Im Schlussdrittel spielten die Finnen den Sieg routiniert über die Zeit. Norwegen bot dem Favoriten aber vor allem im ersten Drittel ordentlich Paroli. Trotz dem Ausscheiden im Viertelfinale schloss Österreichs Gruppengegner die WM so gut wie nie zuvor in der Neuzeit des Eishockeys ab. (APA)

Viertelfinale:

Kanada - Russland 1:2 (0:0,1:0,0:2). Bratislava, Tore: Spezza (26.) bzw. Kajgorodow (50./SH), Kowaltschuk (53.). Strafminuten: 12 bzw. 10

Finnland - Norwegen 4:1 (0:0,4:1,0:0). Bratislava, Tore: Immonen (27./PP, 36./PP), Ruutu (29./PP), Lajunen (39.) bzw. K.A. Olimb (24./Penalty). Strafminuten: 14 bzw. 18