New York - Die internationalen Sanktionen gegen den Iran haben das umstrittene Atomprogramm des Landes zumindest verlangsamt. Das geht aus einem Bericht der Vereinten Nationen hervor, der der Nachrichtenagentur AFP vorlag. Die iranische Führung halte aber weiterhin an den Programmen zur Uran-Anreicherung und zur Herstellung von sogenanntem schweren Wasser fest, das in Atomkraftwerken zur Kühlung und als Hilfsmittel eingesetzt wird.

Die verhängten Sanktionen versuche Teheran immer wieder zu umgehen, heißt es in dem Bericht weiter. Konkret werden neun Verstöße gegen das Waffenembargo genannt. Darunter waren demnach sechs Lieferungen an Syrien.

Der Iran steht im Verdacht, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist das zurück. Der UNO-Sicherheitsrat verhängte bereits vier Sanktionsrunden gegen den Iran, die USA und die EU haben darüber hinaus weitere Strafmaßnahmen ergriffen.

Erstes AKW bald einsatzbereit

Das erste iranische Atomkraftwerk wird nach russischen Angaben in wenigen Wochen einsatzbereit sein. Ein konkretes Datum könne für das AKW Buschehr aber nicht genannt werden, sagte der russische Außenstaatssekretär Sergej Rjabkow am Donnerstag nach einem Bericht der amtlichen Nachrichtenagentur Ria. Der in den 1970er Jahren begonnene und von Russland fertiggestellte Bau soll 2,5 Prozent des iranischen Strombedarfes decken.

Wegen des Verdachts, das der Iran nach Atomwaffen strebe, waren westliche Staaten gegen die russische Hilfe bei der Fertigstellung von Buschehr. (APA/Reuters)