Wien - Während Österreichs Tennis-Aushängeschild Jürgen Melzer noch darauf hofft, rechtzeitig zu den French Open wieder fit zu werden, muss sein ehemaliger Doppelpartner sein für das Grand-Slam-Turnier erhofftes Comeback verschieben. Bei Julian Knowle, der bereits seit sechs Wochen wegen eines Muskelfaserbündelrisses außer Gefecht ist, wurde nun bei einer Untersuchung zudem ein Einriss der Sehne am betroffenen rechten hinteren Oberschenkel festgestellt. Knowle hofft trotzdem auf ein Antreten in Wimbledon.

Der US-Open-Sieger von 2007 hatte zwar nach wochenlanger Physiotherapie bereits wieder zu trainieren begonnen, Bayern-Arzt Dr. Wilhelm Müller-Wohlfahrt riet dem 37-jährigen Vorarlberger aber bereits vor der neuerlichen Diagnose von einem Start in Paris ab. "Das ist zwar nicht die Genesung, wie ich sie mir erhofft hatte, aber die einzige vernünftige Entscheidung ist, in Paris nicht zu spielen", sagte Knowle. Anders würde er eine schlimmere Verletzung und damit womöglich ein Karriere-Ende riskieren, erklärte Knowle.

Mit der Absage für das am Sonntag beginnende zweite Grand Slam Turnier des Jahres verliert der Paris-Halbfinalist des Vorjahres 720 Punkte, sein mit Abstand bestes Ergebnis im Ranking. Dadurch wird sich die ehemalige Nummer sechs und aktuelle Nummer 47 der Welt nach den French Open um Rang 90 wiederfinden. Der Wahl-Wiener will danach in die Rasensaison einsteigen und nach Wimbledon bei Challenger-Turnieren Matchpraxis sammeln.

Auch der Weltranglisten-Elfte Andy Roddick (USA) wird wegen einer Schulterverletzung nicht in Paris an den Start gehen. Der frühere Weltranglisten-Erste ist aber in Roland Garros ohnehin nie über das Achtelfinale hinausgekommen. Auch der Spanier Juan Carlos Ferrero, Sieger von 2003, hat für das am kommenden Sonntag beginnende Grand-Slam-Turnier abgesagt. (APA)