Die ersten zwei funktionstüchtigen Satelliten des europäischen Galileo-Programms sollen am 20. Oktober ins All starten. Der Flug starte vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guyana, sagte EU-Industriekommissar Antonio Tajani am Montag in Brüssel. Wenn 2014 oder 2015 insgesamt 18 Satelliten in die Höhe von rund 23.600 Kilometern gebracht worden seien, könnten die ersten Galileo-Anwendungen starten, erklärte die Kommission. Voll installiert sein soll das System 2019. Eine erste Gruppe der Satelliten wird von der Bremer Firma OHB gebaut.

Konkurrent zu US-GPS

Galileo soll wie der US-Konkurrent GPS Signale zu Navigationsgeräten auf der Erde senden, unter anderem für Autofahrer. Neben dem Straßenverkehr soll Galileo die Flugsicherheit verbessern. Auch Polizei und Rettungsdienste könnten profitieren: Ihnen sollen nach Plänen der EU-Kommission besonders verschlüsselte Signale zur Verfügung stehen. Andere mögliche Anwendungsbereiche sind Kartographie und die Landwirtschaft. Das europäische Prestigeprojekt hatte immer wieder durch Verzögerungen und Kostensteigerungen Schlagzeilen gemacht. (APA/AFP)