Wien - Die in Wien börsenotierte SW Umwelttechnik landete im ersten Quartal 2011 in der Verlustzone. Trotz leicht gestiegener Umsätze von 8,7 Mio. Euro (Vorjahr: 8,3 Mio. Euro) war das Ergebnis vor Steuern (EBIT) mit -2,5 Mio. Euro (-2,9 Mio. Euro) tiefrot, das Minus beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) ist dank eines positiven Finanzergebnis von 0,8 Mio. Euro mit - 1,6 Mio. (-2,5 Mio. Euro) milder ausgefallen. Die Marktlage in Mittel- und Osteuropa sei "schwierig", teilte das Unternehmen am Mittwoch ad hoc mit.

Die Investitionsvorhaben der Industrie- und Gewerbekunden in Ungarn und Rumänien entwickelten sich schleppend, das Infrastruktursegment verlor daher in den ersten drei Monaten des Jahres beim Umsatz 8,6 Prozent auf 3,2 Mio. Euro. Der Bereich Wasserschutz entwickelte sich hingegen gut, die Realisierung EU-finanzierter Bauvorhaben ließ den Umsatz um knapp 14 Prozent auf 4,6 Mio. Euro steigen. Im Projektgeschäft wurde eine Verbesserung von 12,5 Prozent auf 0,9 Mio. Euro erzielt.

"Ausgehend vom aktuellen Auftragsstand im Geschäftsbereich Projektgeschäft erwarten wir speziell für das zweite Halbjahr eine gute Umsatzentwicklung" - so Vorstand Bernd Wolschner zu den Marktaussichten des Unternehmens. Der Auftragsbestand per 31.3.2011 über alle Segmente hinweg lag mit 36,2 Mio. Euro knapp unter dem Vorjahresniveau von 36,8 Mio. Euro. Der stärkste Markt im ersten Quartal war Ungarn mit 4 Millionen Euro (-27,3%), gefolgt von Österreich mit 2,3 Mio. Euro (+130%) und Rumänien mit 1,7 Mio. Euro (+21,4%). Für das Gesamtjahr rechnet das Management mit einem deutlich Anstieg der kommunalen Wasserschutz-Projekte in Ungarn und Rumänien und hält an "einer leichten Umsatzsteigerung und einer deutlichen Ertragssteigerung fest."

SW Umwelttechnik beschäftigt 515 Mitarbeiter, ein Fünftel davon in Österreich. Insgesamt reduzierte sich der Personalbestand im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent. Das Eigenkapital per 31.3.2011 ist um über zehn Prozent auf 15,5 Mio. Euro (Vorjahr: 17,3 Mio. Euro) gesunken. Die Finanzverbindlichkeiten liegen mit 78,2 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahreswert (78,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote lag somit bei 14,1 Prozent. (APA)