Jerusalem/Washington - Die Isolation des Iran wegen seines Atomprogramms und seiner israelfeindlichen Haltung ist eine der Prioritäten der israelischen Außenpolitik - klar abzulesen etwa bei Premier Benjamin Netanjahus Rede vor dem US-Kongress vorige Woche oder an der Aktivität israelischer Lobbyinggruppen, die Länder, die noch Beziehungen zum Iran pflegen, kritisieren (darunter Österreich). Umso unangenehmer, dass jetzt eine wichtige israelische Firma von den USA auf die Liste der Iran-Sanktionsverletzer gesetzt wurde.

Die "Ofer Brothers Group" behauptet auch, dass Israel darum bemüht sei, ihren Namen wieder streichen zu lassen. Das israelische Außenministerium dementiert dies, berichtet Haaretz.

Es geht um den Tanker "Raffles Park" , der von der Reederei der Ofer verkauft wurde und über andere Firmen in den Händen der staatlichen iranischen Schifffahrtsagentur landete. Der "Ofer Brothers Group" wurde bereits Gelegenheit zu einer Stellungnahme in den USA gegeben, ihre Erklärungsversuche haben aber offenbar nichts gefruchtet. Mit dem Schiff würden die Energiesanktionen verletzt, mit denen der Iran sein geheimes Atomprogramm finanziere, so die USA. (guha/DER STANDARD, Printausgabe, 28.5.2011)