Innsbruck/Wien - Eine letzte Frist hat der Skihersteller Kneissl. Die ist an zwei Bedingungen geknüpft: Bis 15. Juni muss der Scheich Bin Assa Al Jaber zurechenbare Kneissl-Hauptaktionär JJA 2,125 Millionen Euro auf ein Konto des Masseverwalters überweisen. Und: Hauptgläubigerin Bank Austria (BA; hält die Pfandrechte auf die Marke Kneissl) eine Rückstehungserklärung beibringen.

Heißt auf gut Deutsch: BA muss erklären, dass sie im Rahmen der am Mittwoch für die drei Kneissl-Gesellschaften unter Vorbehalt angenommenen Sanierungspläne für sich keine Quotenzahlung beansprucht. BA muss mit Al-Jaber-Group also eine gesonderte Tilgungsvereinbarung treffen. Wird eine der beiden Bedingungen nicht erfüllt, wird das Konkursgericht die Bestätigung aller drei Sanierungspläne versagen, sagt Klaus Schaller von Creditreform.

In dem Fall beginnt die Verwertung, bei der entweder alle Assets der Kerngesellschaft Kneissl Tirol (mit rund 25 Beschäftigten) zwecks Fortführung verkauft werden, oder das Vermögen wird häppchenweise verschleudert. Al Jaber versprach einmal mehr, Kneissl Tirol, Holding und Star Lounge zu entschulden. (ung, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3.6.2011)