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Einsatzkräfte nahe der Polizeistation.

Foto: EPA/MOHAMED OMAR

Kairo - Nach dem Tod eines Busfahrers in Polizeigewahrsam haben Demonstranten in der ägyptischen Hauptstadt Kairo eine Wache in Brand gesetzt. Die rund 200 Protestler warfen der Polizei vor, den 40-Jährigen umgebracht zu haben. Die Polizei setzte am Freitagabend Tränengas ein und schoss in die Luft, um die Menge auseinanderzutreiben.

Die Polizei hatte den Fahrer zusammen mit Kollegen wegen Falschparkens auf die Wache genommen. Die Familie warf den Beamten Folter vor. In Sicherheitskreisen wurden die Vorwürfe zurückgewiesen. Der Mann sei vermutlich wegen niedrigen Blutdrucks kollabiert.

In Ägypten hat die Polizei in der Vergangenheit regelmäßig Schmiergelder angenommen und Regierungskritiker brutal behandelt. Während der Proteste gegen den damaligen Präsidenten Hosni Mubarak ist sie ebenfalls mit großer Härte vorgegangen. (APA)