Wien - Die Finanzmarktaufsicht (FMA) macht in der Auseinandersetzung mit der landeseigenen Hypo Niederösterreich ernst. Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, soll ein bereits angekündigter Strafbescheid kommende Woche in St. Pölten einlangen. Die FMA fordert von der Bank wie mehrfach berichtet so genannte Pönalzinsen in der Höhe von 58 Millionen Euro, weil diese bei der Finanzierung der irischen Zweckgesellschaft "Augustus" 2007 die gesetzlichen Großveranlagungsgrenzen verletzt haben soll.

Die Bank hat zwar stets die Rechtmäßigkeit der Geschäfte betont, vorsichtshalber aber bereits im Jahresabschluss 2010 eine Rückstellung in der Höhe von 50 Millionen Euro gebildet. Die Hypo hat angekündigt, den Bescheid zu beeinspruchen, die Causa dürfte damit vor dem Verwaltungsgerichtshof enden. Sollte die Bank unterliegen, kämen die Strafzinsen direkt dem Bundesbudget zu Gute. (APA)