Wien - Der Anwalt von Dinko Jukic hat am Montag in einem Schreiben an die Nationale Anti-Doping Agentur Austria (NADA) die unverzügliche Einstellung des Dopingverfahrens gegen den österreichischen Spitzenschwimmer verlangt. Rechtsanwalt Ralf Mössler machte vorrangig eklatante Verfahrensmängel geltend. Zudem beantragte er, von einer Suspendierung Anstand zu nehmen. Jukic droht eine Sperre, weil er sich einer Dopingkontrolle nicht zum vorgesehenen Zeitpunkt unterzogen hatte.

Nach Meinung von Jukic' Verteidiger weist das Dopingkontrollverfahren schwerwiegende formalrechtliche Mängel auf. Deshalb wäre die sofortige Einstellung des Verfahrens angezeigt. So sei das Dopingkontrollformular im dritten Abschnitt nicht unterschrieben, vom Dopingtester der NADA sei keine Rechtsbelehrung und Auskunft über allfällige negative Folgen für den Athleten erfolgt.

Zudem argumentierte der Rechtsvertreter des 22-jährigen Jukic, die Anforderungen an eine Doping-Kontrollstation seien im Wiener Stadionbad nicht einmal im Mindestmaß erfüllt gewesen (u.a. Privatsphäre nicht geschützt, Ärztin trug zur Blutabnahme keine Handschuhe).

Für den Fall der Weiterführung des Verfahrens wird ein Freispruchs begehrt und auch erwartet, schrieb Mössler an den Vorsitzenden der NADA-Rechtskommission, Gernot Schaar. (APA)