Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Negativ aufgenommen wurden die jüngsten Aussagen von US-Notenbankchef Ben Bernanke hinsichtlich eines nur moderaten Aufschwung in den USA. Der Nikkei-225 Index in Tokio befestigte sich leicht um 6,51 Zähler oder 0,07 Prozent auf 9.449,46 Punkte.

Der Hang Seng Index in Hongkong ermäßigte sich um 207,04 Zähler (minus 0,91 Prozent) auf 22.661,63 Einheiten und rutschte damit auf ein 12-Wochen-Tief. Verluste verbuchten auch die Märkte in Singapur und Sydney. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 3.102,98 Zählern und einem Minus von 12,97 Punkten oder 0,42 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney gab um 32,4 Zähler oder 0,70 Prozent auf 4.608,7 Einheiten nach. Der Shanghai Composite legte an der Chinesische Börse um 0,22 Prozent oder 5,988 Zähler auf 2.750,288 Punkte zu.

Nach den US-Nachrichten sackten Li & Fung um 3,6 Prozent auf 16,82 Hongkong Dollar ab. Das Unternehmen ist der weltgrößte Einzelhandelzulieferer von Spielwaren. Die Papiere des Bekleidungskette Esprit gingen um 1,30 Prozent auf 27,75 Hongkong Dollar zurück. Der Elektronikhersteller Foxconn gab um 2,1 Prozent auf 3,82 Hongkong Dollar nach.

In Sydney rutschten die Papiere Australian Agricultural um 2,4 Prozent auf 1,425 Australische Dollar ab, bevor die Titel des Rinderfarmerbetreibers vom Handel ausgesetzt wurde. In Australien wurde für sechs Monate ein Exportstopp in den wichtigsten Rinderabsatzmarkt Indonesien verhängt, nachdem es dort Berichte über Missstände in einigen Schlachthöfen gegeben hat.

Zu Japan gab es eine positive Konjunktureinschätzung zur Unterstützung. Nach der Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan erwartet der Internationale Währungsfonds in der zweiten Jahreshälfte den Beginn eines kräftigen Aufwärtstrends. Im kommenden Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt voraussichtlich um 2,9 Prozent zulegen, nach einem erwarteten Rückgang von 0,7 Prozent in diesem Jahr.

Die Nintendo-Papiere büßten jedoch 5,04 Prozent auf 16.970 Yen ein, was den größten Tagesverlust seit der Verkaufswelle nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im März bedeutete. Der Hersteller von Videospielen und Spielekonsolen konnte mit seiner neuen Wii-Konsole die Sorgen am Markt, dass das Unternehmen der zunehmenden Bedeutung sozialer Netzwerke für Spiele hinterherläuft, nicht zerstreuen.

Dentsu fielen um 3,0 Prozent auf 2.065 Yen. Die führende japanische Werbefirma berichtete für den Mai über einen Umsatzeinbruch zum Vorjahr von 12 Prozent. (APA)