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Per 27. September 2010 legte KHG sein Mandat bei C-Quadrat zurück.

Foto: Reuters/Lisi Niesner

Wien - Die börsenotierte Fondsgesellschaft C-Quadrat hat ihrem ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Karl-Heinz Grasser für das Jahr 2010 insgesamt 150.000 Euro bezahlt. Die Aufsichtsratsvergütung betrug laut "profil"-Vorabmeldung 75.000 Euro, im Gegenzug leitete Grasser sieben Aufsichtsratssitzungen. Per 27. September 2010 legte er sein Mandat zurück. Außerdem zahlte C-Quadrat Grassers Beratungsgesellschaft Valuecreation in Summe 75.000 Euro - "für die Vermittlung von institutionellen Mandaten", wie es im Geschäftsbericht heißt.

Grasser habe C-Quadrat einen Kontakt zu einem Kunden gelegt, aus dem tatsächlich ein Managementmandat entstanden sei, hieß es. Der Vertrag mit Valuecreation sei "ein ganz normaler Standardvertrag" gewesen, den man jedem AR-Mitglied für die Vermittlung von Geschäften angeboten haben.

2009 hatte die Valuecreation von C-Quadrat 105.000 Euro erhalten.

Bei der Hauptversammlung am 27. Mai wurden die Vergütungen für die insgesamt neun Kontrollorgane von 63.000 Euro für 2009 auf 159.000 für das Geschäftsjahr 2010 angehoben. Begründet wurde dies heute mit dem höheren Arbeitsaufwand, der den Aufsichtsräten unter anderem durch das AvW-Debakel entstanden sei. Das Kärntner Finanzkonglomerats AvW um den - mittlerweile wegen Betrugs im Gefängnis sitzenden - Wolfgang Auer-Welsbach war Dritteleigentümer von C-Quadrat, nach dessen Zusammenbruch mussten die Aktien versteigert werden. Den Zuschlag bekam die deutsche Talanx-Tochter AmpegaGerling, die jetzt 25,1 Prozent an C-Quadrat hält.

Neuer Aufsichtsratschef von C-Quadrat ist seit dem Abgang Grassers Marcus Mautner-Markhof. Er war früher stellvertretender AR-Vorsitzender. (APA)