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Schneller aufgetaut, als gedacht: Heißes Wasser bringt wenig Qualitätsverlust.

Foto: AP/Risberg

Interessantes zum Thema schneller "Fleisch auftauen" berichtet die New York Times in Ihrer Ausgabe vom 6. Juni: An einem Forschungsinstitut des US-Landwirtschaftsdepartments wurden gefrorene Steaks auf verschiedene Arten aufgetaut: In einem Kühlschrank bei ca. 4 Grad Celsius (der bisher empfohlenen Methode), in 20 Grad kaltem Wasser und in 38 Grad warmem Wasser: Im Kühlschrank dauerte das Auftauen 18 bis 20 Stunden, im 20 Grad kalten, zirkulierenden Wasser dauerte das Auftauen 20 Minuten, im 39 Grad Celsius warmen Wasser nur 11 Minuten. Die im Wasser aufgetauten Steaks verloren weniger Flüssigkeit, als die im Kühlschrank aufgetauten.

Der New-York-Times Autor, Harold McGee, zitiert eine weitere Untersuchung der Utah University, bei der Hühnerbrüste in 60 Grad heißem Wasser aufgetaut wurden, beim Verkosten der gegrillten Stücke konnten die Testesser keinen Unterschied zu den langsam aufgetauten feststellen, das bakterielle Wachstum sei innerhalb der Sicherheitslimits geblieben.

Bei großen Fleischstücken ist allerdings weiterhin Vorsicht geboten, da durch die längere Auftauzeit auch Bakterien mehr Zeit zum Vermehren haben. (red, derStandard.at, 9.6.2011)