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Valencia: Erhobene Hände als Zeichen der Gewaltfreiheit ...

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Foto: AP/dapd/Gabriel Gallo

Madrid - Die spanische Bewegung der "Empörten" ("Los indignados") hat ihre Proteste vor die Parlamente gebracht. In Valencia demonstrierten am Donnerstag Hunderte Menschen vor dem Parlament der ostspanischen Region gegen die Korruption in der spanischen Politik. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Festnahmen in Valencia

Die Beamten gingen mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor und nahmen nach Augenzeugenberichten fünf Menschen kurzfristig fest. Mehrere Demonstranten wurden verletzt.

In der ostspanischen Hafenstadt war das Regionalparlament nach der Wahl vom 22. Mai zu seiner konstituierenden Sitzung zusammengetreten. Unter den Abgeordneten sind mehrere Politiker, die in Korruptionsskandale verwickelt sind. Dazu gehört auch der konservative Regierungschef Francisco Camps, der trotz der Korruptionsvorwürfe die Wahl gewann.

Kundgebung vor dem Parlament

In der Nacht zum Donnerstag hatten sich in Madrid etwa 2000 Mitglieder der Protestbewegung "15-M" (benannt nach dem Beginn der Proteste am 15. Mai) vor dem spanischen Parlament zu einer Kundgebung versammelt. Bei der Demonstration kam es zu keinen Zwischenfällen.

In Madrid hatten Anhänger der Bewegung vor knapp vier Wochen ein Zeltlager auf dem Platz Puerta del Sol im Zentrum der Hauptstadt errichtet. Die Inhaber von Geschäften und Gaststätten in der Umgebung verlangten vom Innenministerium eine Entschädigung in Höhe von 30 Millionen Euro. Diese Summe hätten sie wegen des Protestcamps verloren, betonten die Geschäftsleute. Sie hatten bisher vergeblich eine Räumung des Platzes verlangt.

Die Bewegung der "Indignados" hatte im Mai Zehntausende auf die Beine gebracht und weltweit für Aufsehen gesorgt. Die Proteste richten sich unter anderem gegen die hohe Arbeitslosigkeit in Spanien, gegen die Macht der Banken und der großen Parteien. (APA)