Sarajevo - Der internationale Bosnien-Beauftragte, Valentin Inzko, hat am heutigen Freitag Strafmaßnahmen gegen 92 Personen aufgehoben. Sie waren verdächtigt worden, zum Netz von Helfern der flüchtigen Haager Angeklagten gehört zu haben oder aber die Umsetzung des Dayton-Friedensabkommens zu obstruieren. Laut Medienberichten waren 58 Personen verdächtigt, als Helfer der Haager Angeklagten fungiert zu haben.

Die Entscheidung über die Aufhebung der Sanktionen argumentierte Inzko mit der Tatsache, dass die beiden jahrelang gesuchten Angeklagten, der frühere Präsident der Serbischen Republik Radovan Karadzic und sein früherer Militärchef Ratko Mladic, inzwischen im Gefängnis des UNO-Kriegsverbrechertribunals seien. Das Eigentum des früheren politischen Chefs der kroatischen Serben Goran Hadzic, des noch einzigen flüchtigen Haager Angeklagten, in Bosnien-Herzegowina bleibt nach Worten Inzkos eingefroren. (APA)