Der japanische Computerspiele-Hersteller Sega will im laufenden Geschäftsjahr 2003/04 (per Ende März) den konsolidierten Nettogewinn auf 7,5 Mrd. Yen (56,2 Mio. Euro) mehr als verdoppeln. Die Rückkehr in die Gewinnzone erstmals seit sechs Jahren sei darauf zurück zuführen, dass deutlich weniger Sonderposten als im Vorjahr anfielen, teilte der Konzern am Montag bei Vorlage der Geschäftszahlen für 2002/03 mit.

Der Umsatz werde 2003/04 konsolidiert um 2,1 Prozent auf 193 Mrd. Yen zurückgehen. Der konsolidierte Betriebsgewinn sei 2002/03 um 35 Prozent auf 2,09 Mrd. Yen gefallen, da Verluste in der Videospiel-Sparte aufgetreten seien. Das konsolidierte Ergebnis vor Steuern sank von 12,47 Mrd. auf 7,78 Mrd. Yen.

Personalabbau in der Softwareentwicklung

Sega will in der Software-Entwicklung die Zahl der Mitarbeiter von derzeit 1.000 um 10 bis 20 Prozent reduzieren, sagte der designierte Sega-Präsident Hisao Oguchi in einer Presseaussendung. Einen Zeitrahmen dafür nannte er nicht.

Auf dem japanischen Markt wolle das Unternehmen weiterhin unabhängig bleiben, im Ausland seien aber Partnerschaften denkbar, so Oguchi.

Das Unternehmen hatte erstmals nach fünf Jahren im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder einen Reingewinn erzielt. Insbesondere das Spielhallen-Geschäft, in dem Sega in Japan führend sei, habe zu dem Ergebnis beigetragen, teilte das Unternehmen mit.(APA)