MCI, die Nachfolgegesellschaft des bankrotten Carriers WorldCom, hat sich mit der US-Börsenaufsicht auf einen Vergleich geeinigt. Der Backbone-Provider wird eine Strafe von 500 Mio. Dollar zahlen. Damit werden alle Ansprüche der Security and Exchange Commission (SEC) abgegolten. Die Summe wird voraussichtlich im Herbst, wenn das Unternehmen nicht mehr unter Chapter 11 steht, ausgezahlt und an die geschädigten Anleger von WorldCom verteilt. Der Vergleich muss allerdings noch vom Konkursgericht und dem Gericht in New York bestätigt werden. Urteil Der Carrier war vor dem New Yorker Gerichtshof wegen seiner betrügerischen Buchhaltungspraxis und der Täuschung der Anleger auf 1,51 Milliarden Dollar Schadenersatz verurteilt worden. Wegen der schlechten finanziellen Situation der Gesellschaft einigten sich die SEC und MCI aber auf ein Drittel der Summe. WorldCom hatte im Zeitraum von 1999 bis 2002 sein Einkommen um neun Mrd. Dollar zu hoch bewertet und damit seinen Aktienkurs vor dem Zusammenbruch der Gesellschaft im Juni 2002 künstlich aufgebläht. Bereitschaft "Dieser Vergleich zeigt unsere Kooperation mit der SEC-Untersuchung und dass das Unternehmen die Verantwortung für seine ehemalige Buchhaltungspraxis übernommen hat", erklärte Michael Salsbury, Vice President und Rechtsvertreter von MCI. Die SEC ist in ihrem Statement bei weitem nicht so euphorisch wie Salesbury. Die SEC will ihre Untersuchung im WorldCom-Skandal fortsetzen. (pte)