Bonn - Das Abholzen tropischer Regenwälder stürzt nach Meinung von Forstwirtschaftsexperten Millionen Menschen in Armut. Regenwälder hätten nicht nur eine ökologische Funktion, sagte der Generaldirektor des Center for International Forestry Research (CIFOR), David Kaimowitz, bei einer internationalen Forstwirtschaftskonferenz ("Rural Livelihoods, Forests and Biodiversity") am Montag in Bonn. Rund 240 Millionen Menschen lebten in tropischen Wäldern, die diese zur Sicherung ihrer Existenz und als Rückzugsgebiet bei kriegerischen Konflikten nutzten.

Die Zerstörung der Wälder lasse sich nicht aufhalten, Ausmaß und Geschwindigkeit ließen sich jedoch kontrollieren, sagte Kaimowitz. Die sozialen und politischen Gründe für die Abholzung seien vielfältig.

Ziel der vom deutschen Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit mit organisierten Konferenz ist der Austausch über die Möglichkeiten der Nutzung und des Schutzes der biologischen Vielfalt. Über 180 Experten aus 40 Ländern nehmen an der fünftägigen Konferenz teil, die zur Vorbereitung des 4. UN-Waldforums (UNFF) im kommenden Jahr dient. (APA/dpa)