Frankfurt/Main - Nach dem Scheitern der Tarifgespräche mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) will die Gewerkschaft der deutschen Fluglotsen am Donnerstag über mögliche Streiks im Luftverkehr entscheiden. Die Entscheidung des Bundesvorstands der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) werde "frühestens um 15 Uhr" erwartet, sagte eine Sprecherin in Frankfurt am Main.

Die Tarifkommission der GdF hatte am Mittwoch offiziell das Scheitern der Tarifverhandlungen mit der DFS erklärt und einen Antrag an den deutschen Bundesvorstand eingereicht, über Arbeitskampfmaßnahmen zu entscheiden. Die GdF fordert für ihre Mitglieder unter anderem 6,5 Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Die DFS bietet nach Gewerkschaftsangaben eine Laufzeit von zwei Jahren und fünf Monaten, sofern die Arbeitnehmer "weitreichende Regelungen" zur Erhöhung der Abfertigungskapazität an den Flughäfen akzeptieren. Ursprünglich habe die DFS sogar auf eine Laufzeit von vier Jahren und fünf Monaten gedrängt.

Die DFS hat nach eigenen Angaben rund 6.000 Mitarbeiter, darunter etwa 2.000 Fluglotsen sowie 1.000 andere Experten für die Flugsicherung. Die Beschäftigten werden von der Branchengewerkschaft GdF vertreten, die mehr als 3.000 Mitglieder hat. (APA)